Pro-Funktion

Weiterleitungsketten sichtbar machen

Verfolgt jede Weiterleitung Hop für Hop, misst die Antwortzeit pro Station und meldet Schleifen, Downgrades und tote Ziele.

Redirect-Analyse öffnen Pläne ansehen Enthalten im Pro- und im Agency-Plan.

Eine Weiterleitung ist unsichtbar – bis sie zum Problem wird. Aus einem sauberen http://domain.de werden über die Jahre vier Stationen: erst auf HTTPS, dann auf www, dann auf einen neuen Pfad, dann auf die Sprachversion. Im Browser merkt das niemand. Google schon.

Die Redirect-Analyse ruft die Startadresse ab und folgt jeder Location-Antwort einzeln weiter, bis die Kette endet oder zwölf Stationen erreicht sind. Für jede Station siehst du die aufgerufene URL, den HTTP-Statuscode und die gemessene Antwortzeit.

Was geprüft wird

Jeder Hop einzeln

Vollständige Kette von der Startadresse bis zum Ziel – mit URL, Statuscode und Antwortzeit pro Station. Nach zwölf Stationen bricht die Verfolgung ab.

Schleifen

Führt eine Adresse zu einer bereits besuchten zurück, wird die Kette gestoppt und die Schleife markiert. Solche Seiten sind für Crawler vollständig unerreichbar.

Zu lange Ketten

Ab vier Weiterleitungen gibt es eine Warnung, ab sieben eine Fehlermeldung. Jede Station kostet Ladezeit und schwächt das weitergegebene Ranking-Signal.

HTTPS-Downgrades

Springt die Kette von einer verschlüsselten auf eine unverschlüsselte Adresse zurück, wird das als Sicherheitsproblem gemeldet – ein häufiger Nebeneffekt alter Server-Regeln.

Fehlerhafte Ziele

Antwortet eine Station mit Statuscode 400 oder höher, erscheint sie mit genauer Adresse in der Auswertung.

Verlauf

Die letzten 15 Prüfungen bleiben gespeichert, sodass sich der Effekt einer Server-Umstellung vorher/nachher belegen lässt.

So läuft die Prüfung

  1. 1

    Adresse eingeben

    Die Startadresse genügt – fehlt das Protokoll, wird https:// ergänzt.

  2. 2

    Kette verfolgen

    Jede Station wird einzeln abgerufen und gemessen, statt dem Redirect blind bis zum Ende zu folgen.

  3. 3

    Befunde abarbeiten

    Die Auswertung nennt Schleifen, Downgrades und überlange Ketten getrennt nach Warnung und Fehler.

Warum das für die Sichtbarkeit zählt

Weiterleitungen sind der Standardweg, um alte Adressen am Leben zu halten – und genau deshalb sammeln sie sich an. Jede zusätzliche Station verzögert den ersten Byte-Empfang, und bei mobilen Verbindungen summiert sich das schnell zu einer spürbaren Verzögerung vor dem eigentlichen Seitenaufbau.

Dazu kommt die Crawling-Seite: Suchmaschinen folgen Ketten nur begrenzt weit. Was am Ende einer zu langen Kette liegt, wird unzuverlässig erfasst. Eine Schleife bedeutet, dass die Seite überhaupt nicht mehr erreichbar ist – für Besucher wie für Crawler.

Häufige Fragen

Wie viele Weiterleitungen sind noch in Ordnung?

Eine Weiterleitung ist unproblematisch, zwei sind vertretbar. Ab vier meldet die Analyse eine Warnung, ab sieben einen Fehler. Ziel sollte immer sein, dass jede alte Adresse direkt auf ihr endgültiges Ziel zeigt statt über Zwischenstationen.

Was ist ein HTTPS-Downgrade?

Wenn die Kette von einer verschlüsselten Adresse auf eine unverschlüsselte zurückspringt. Meist steckt eine alte Server-Regel dahinter, die vor der HTTPS-Umstellung geschrieben wurde. Der Aufruf ist in diesem Moment unverschlüsselt lesbar.

Wird die Zielseite selbst mit ausgewertet?

Nein, die Analyse betrachtet ausschliesslich den Weg dorthin. Für die inhaltliche und technische Prüfung der Zielseite ist der SEO-Check das passende Werkzeug.

Brauche ich dafür ein bezahltes Konto?

Ja, die Redirect-Analyse ist Teil des Pro-Plans. Der SEO-Check und die Analyse einzelner Domains sind dagegen kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Weitere Werkzeuge